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Ein makabrer heiliger Ort

 

 

Im Allgäu (Gschnaidt) gibt es den „Wald der Kreuze“ mit interessanten Überlieferungen, von Wundern und bis heute eine makabere Kultstätte. Also machten wir uns auf den Weg.

 

Laut einer Überlieferung lebte dort einst ein Mönch als Eremit im Wald. Als er starb wurde er im Wald begraben und darüber kam viel später angeblich die kleine Wallfahrtskapelle.

 

Das Gelände war sehr schwer zu finden und so mussten wir immer wieder anhalten und Ortsansässige nach dem Weg befragen. Auch findet man den Ort nicht direkt auf Landkarten.

 

Vor dem eigentlichen Gelände ist eine Gaststätte. Wir beschlossen zuerst zu dem „Wald der Kreuze“ zu gehen und dann zur Abkühlung in der Gaststätte etwas zu trinken. Es hatte schließlich 31 Grad.

 

Der kurze Weg führt zu einer atemberaubenden großen Kapelle neben welcher eine ältere, kleine Kapelle steht. Es war ein wunderschöner Anblick.

 

Ein paar Meter weiter konnte man bereits schon die ersten Grabkreuze sehen, welche angeblich bereits von der Zahl her, über Tausend sein sollen. Und das scheint glaubhaft, umgeht man erst einmal den gesamten Platz.

 

Aus der Ferne war es sehr interessant aber um so näher man kam, um so negativer wurde die Atmosphäre. Die Energie wurde von Meter zu Meter erdrückender. Wir gingen davon aus, dass dies wohl von diesen vielen Grabkreuzen käme. Schließlich macht es jeden den Tod bewusst. Doch selbst auch auf großen Friedhöfen, ist das bei keinem von uns je so gewesen.

 

Sobald wir durch die Gänge der Kreuze liefen, bekamen wir unabhängig voneinander und nicht besprochen, Kopfweh, Schwindel und Übelkeit. Dies hielt noch ein paar Stunden an.

 

Wir drehten unsere Runden und besuchten dann die Kapellen.

In dem kleinen Kirchlein hängt ein interessantes Votivbild, welches von einer Begebenheit im März 1845 erzählt:

 

"Hier auf dem Geschneite wurde eines Nachmittages im Merz 1845 von 1 bis 3 Uhr auf einem 4 bis 5 Zoll tiefen Schnee, von einem Bauren nebst einem Gewerbsmanne eine unabsehbare Menge verschiedene Schriften und Zeichen aller Art ohne alle Verbindung und jeglichem Zusammenhang eingeprägt beobachtet, worunter sonst weder Menschentritte noch andere Spuren eines lebendigen Wesens zu entdecken wahren. Die Deutung dieser Erscheinung wierd den beobachter unserer Zeit nicht schwer sein."

 

Leider war es uns trotz aller Recherchen nicht möglich herauszufinden um welche Zeichen und Schriften es sich gehandelt haben soll. Sollte ein Leser unter Ihnen darüber mehr wissen, dann wären wir über eine Information dankbar.

 

Der Name Gschnaidt kommt vermutlich von diesem Ereignis laut Anwohnern. Den laut Votivtafel war zu der Zeit des Geschehens von Schnee die Rede. Das Wort Gschnaidt steht im bayrischen Dialekt auch für Schnee.

 

Wie kommt es zu der Ansammlung der Kreuze und der Wallfahrt?

 

Die „Gschnaidt-Wallfahrt“ wurde erstmals 1665 erwähnt. Später wurden dort beide Kapellen errichtet. Das kleine Kirchlein soll aus dem 18. Jahrhundert sein, die größere aus dem 19. Jahrhundert.

 

Warum aber bereits 1665 die Wallfahrt erwähnt wurde, ist auch nicht für uns aufklärbar gewesen.

 

Die Grabkreuze stellen Hinterbliebene auf. Warum?? Auch das konnten wir nicht befriedigend klären. Allerdings gibt es einen Vergleich zum Berg der Kreuze in Litauen, bei den von Heilungen erzählt wird, wenn man Kreuze dort aufstellt. Allerdings ausschließlich für Lebende damit diese wieder gesund werden und auch angeblich wurden.

 

Dies lässt nur eine mögliche Schlussfolgerung zu, welche besagt, dass man damit versucht, Verstorbene zu halten oder auferstehen zu lassen. Und genauso fühlt es sich dort auch an. Fakt ist, dass es ein sehr bizarre Kultstätte ist.

 

Ein Spruch auf einem Kreuz, sagt sehr viel aus (siehe Foto)

Warum nicht mehr zu erfahren ist? Das ist uns auch nicht ganz klar, es wird einfach geschwiegen. Antworten sind lapidar und/oder sehr lückenhaft. Vielleicht gibt es aber auch zu wenig Überlieferungen die es erklären könnten. Wobei der Sachverhalt z.B. die Votivtafel, der Mönch, die Kreuze, für mehr sprechen, als nur das, was man enträtseln konnte.

 

Unsere persönliche Meinung: Nicht noch einmal an diesen Ort, er fühlt sich behaftet und sehr schauerlich an. Warum? Heilig fühlt sich anders an!

 

Wir wollten nur noch weg und so besuchten wir auch nicht mehr die Gaststätte Vorort.


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